Die aktuellen Formate und Codecs im Vergleich
Video-Archivierung - nur womit?
Codecs & Filter
Als Laie ist es nicht ganz leicht, sich in der Welt der Videoformate zurechtzufinden. Zwar hat fast jeder einen DVD-Player oder sogar eine Videokamera zu Hause, aber im Dschungel der Codecs und Formate verirren sich viele und geben auf. Dabei ist die Videoarchivierung eigentlich ein sehr spannendes Feld. Wir stellen die aktuellen Videoformate und Codecs kurz vor und vergleichen sie in der Praxis. Keine Angst vor zuviel Theorie, wir legen den Fokus dabei auf anschauliche Resultate zum Vergleichen. Wer kann am meisten Platz sparen und wer liefert das beste Bild?
Inhalt
- Unser Testablauf
- Die Kandidaten:
- Das Original: DV
- DivX: Der Klassiker
- Altbewährt: MPEG2
- Der Herausforderer: H264
- Nero Digital
- Frei und offen: x264
- Worauf es noch ankommt
- Fazit
Um nachvollziehbar zu machen, welches Format im Allgemeinen und welcher Codec im Speziellen am besten funktioniert, haben wir gleich mehrere ausprobiert. Als Referenzmaterial dienten uns Aufnahmen von einer MiniDV-Kamera. Um die Anforderungen für die Kandidaten hoch anzusetzen, nahmen wir ausschließlich schwierig zu komprimierende Sequenzen. Also Szenen mit viel Bewegung, leichten Farbverläufen oder feinen Strukturen. Bei solchen Bildern werden Schwächen bei der Komprimierung gnadenlos aufgedeckt.
Unser Testclip: "Testclip.dv"
Unser Testvideo ist exakt 67 Sekunden lang. Die Vorgabe war, das Video mit einer variablen Datenrate von ungefähr ein MBit/s zu codieren. Das ergibt eine Dateigröße von acht bis neun Megabyte. Zum Vergleich: Unser Referenzvideo im verlustarmen DV-Format frisst satte 236 Megabyte. Die einzige Ausnahme erlaubten wir dem angestaubten MPEG2-Format, dieses Video durfte mit zwei MBit codiert sein, da die Resultate bei ein MBit Bitrate niemandem zuzumuten sind. Den Ton lassen wir außen vor, uns interessiert hier nur die Leistung der Videocodierung. Als Encoder kamen Nero 7 unter Windows und ffmpegX sowie iMovie/Quicktime auf dem Mac zum Einsatz.
Die Optionen für x264 in ffmpegX
Die Voreinstellungen bleiben weitgehend serienmäßig. Lediglich "Two pass"-Codierung wurde bei allen Codecs eingestellt. Das heißt, dass das Quellvideo zunächst einmal analysiert wird, um vor dem eigentlichen Komprimieren herauszufinden, wo anspruchsvolle Stellen mit hoher Datenanforderung im Video sind und wo wenig Daten benötigt werden. Dies dauert zwar länger, bringt aber auch eine bessere Qualität. Wenn verfügbar, wurden Optionen wie "hohe Qualität" ausgewählt. Zusätzlich hat der Encoder das Video deinterlaced, also das "Zeilensprungverfahren" aufgehoben.
Wir haben insgesamt fünf Kontrahenten gegeneinander antreten lassen. Von älteren Klassikern bis zu den neuen "Shooting Stars" der Videokomprimierung. Die Formate im einzelnen: DivX, Mpeg2 und insgesamt drei verschiedene Vertreter des neuen H.264-Standards. Dies sind Apples Quicktime H.264, Aheads "Nero Digital" und der kostenlose Open-Source-Codec x264. DivX und H.264 sind zwar beide an den MPEG4-Standard angelehnt, unterscheiden sich aber enorm.
Die Bilder sind Screenshots, nicht das gesamte Bild, sondern ein unbearbeiteter Bildausschnitt. Dieser Ausschnitt wurde weder vergrößert noch verkleinert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Rechts befindet sich jeweils das Original, während links die komprimierte Version des Codecs zu sehen ist. Auf der nächsten Seite beginnen wir mit unserem Test.
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Es heißt H.264, nicht H264...
Schön, ich zähl's aber immer noch mindestens acht mal :)
Wo wir schon dabei sind: U.a. in eurem Impressum steht "eMail". Gebt das mal bei (der dt.) Wikipedia ein. Wissen ahoi...
Nee, nicht still und heimlich. :)
Ist mir nämlich selbst auch aufgefallen und wollte es ändern. Die noch falsch drinstehen sind durchgerutscht, deshalb stehts ein paar mal mit, ein paar mal ohne Punkt da, seit der Artikel online ist, wurde nichts mehr geändert.
Schönheitsfehler, sorry :)
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